Eindrücke von der Premiere!

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Ein Sommernachtstraum unserer Zeit

Lesen Sie auch weiter unten Marvin Polomskis Tagebuch während der spannenden Probearbeit!

"Ein Sommernachtstraum unserer Zeit" ist eine Performance, die durch intensives Zusammenwirken aller Darsteller entstanden ist. Wir haben uns auf eine Forschungsreise zum Thema "Liebe" und "Berührung" begeben. Ausgehend vom "Sommernachtstraum" von William Shakespeare, welcher uns zur gemeinsamen Grundlage diente, sind wir bald zu unseren eigenen Bildern, Gefühlen und Sehnsüchten vorgedrungen. Im Laufe des Probeprozesses sammelten und forschten wir an Bewegungs- und Textmaterialien, um durch unsere Körper, in eigener Sprache, neue Bilder entstehen zu lassen.

Dem Zuschauer wird dabei viel Raum für sein eigenes Empfinden gelassen. Die Vorstellungskraft und die Fantasiewelt unterliegen keinen üblichen Grenzen, so dass auch die absurdesten Assoziationen herzlich willkommen und erwünscht sind.
Und nun lassen sie uns einen Moment von dem Anspruch absehen, die Dinge begreifen oder erfassen zu wollen.

Lassen wir uns, miteinander gemeinsam, den Abend ERLEBEN.

Das Ensemble

Ein Sommernachtstraum unserer Zeit

Performance mit:

Annette Döhler,
Martin Gramer,
Gebhard Kienzler,
Stefan Krischak,
Eva Laumann,
Marvin Polomski,
Julia Presti,
Steffen Oeser,
Klaus Raith,
Martin Rombach,
Franziska Schwarzwälder
und Sujin.  

Marvins Tagebuch

Mit freundlicher Unterstützung des Offenburger Tageblatt!

Marvin Polomski gehört zu den neuen Gesichtern auf der Freilichtbühne Hornberg. Er wurde beim Gerwig-Musical in Triberg endgültig mit dem Theatervirus infiziert und wird nun bei Shakespeares »Sommernachtstraum« mitwirken und die OT-Leser mit einem Tagegebuch an der Probenarbeit teilhaben lassen.

Nummer 6 / 04.Juli 2011

Die Reihenfolge der Bilder zu spielen ist ziemlich schwer.

So, nun kann man langsam anfangen die Wochen bis zur Premiere zu zählen. Die Vorbereitungen für unsere Performance laufen auf Hochtouren. Wir haben wieder drei erfolgreiche Tage hinter uns, zwar nur mit Regisseur Markus, da Lena aus terminlichen Gründen nach Berlin musste, aber er macht das genauso gut. Am Wochenende haben wir die meiste Zeit damit verbracht, eine Reihenfolge der Bilder zu schaffen. Wir haben viele Varianten ausprobiert. Aber welche es sein wird, sagen uns Lena und Markus erst nächste Woche.
Die Bilder in einer gewissen Reihenfolge zu spielen, ist ziemlich schwer für mich und auch für die anderen, denn der körperliche und geistige Einsatz ist riesig. Da machten es die dreißig Grad Hitze nicht gerade leichter.

Wir waren auch alle zusammen bei der Premiere von »Till Eulenspiegel «. Das Märchen ist ein voller Erfolg, die Mischung zwischen kleinen und großen Künstlern ist klasse. Es lohnt sich wirklich, das anzuschauen. Bei der Premierenfeier danach konnten wir endlich mal wieder in der Gruppe Privates reden und lachen. An dieser Stelle noch mal danke an die Märchentruppe, dass wir bei der Premierenfeier bleiben durften.

Am  Sontagabend hatten wir dann für unser Stück Kostümbesprechung und Anprobe. Fast jeder von uns hat nun ein passendes Kostüm für die Bühne. Dieses Probewochenende war meiner Meinung nach das Beste überhaupt bisher, und ich freue mich schon auf die nächsten.

Nummer 5 / 22.Juni 2011:

So, nun sind es nur noch sechs Wochen bis zu Premiere, so langsam wird es ernst. Am Wochenende hatten wir wieder von Samstag bis Montag Proben, drei erfolgreiche Tage. Wie jedes Mal starteten wir mit unserem Lieblingssportprogramm, das Warm-up. Das heißt, jeden einzelnen Muskel aufwecken, sei es durch fünf Minuten rennen, schütteln und still stehen oder durch Übungen am Boden.
Am Wochenende sind wir alle Bilder und Choreographien noch einmal durchgegangen, um sie uns in unseren Köpfen einzuprägen. Welche Bilder das sind, werde ich in diesem und meinen nächsten Artikeln nicht verraten. Denn zu diesen soll sich jeder seinen eigenen Eindruck machen. Ich sage nur soviel: Es wird pures Erlebnisstheater.
Bei der Montagabend-Probe waren zwei Gäste mit dabei:
Das war einmal Petra, eine Performerin. Sie schaute bei unserer Probenarbeit zu, um uns danach Tipps und Verbesserungsvorschläge zu geben. Und dann war noch Marvin da, der Pianist aus meiner Band. Er hat mit uns eine Szene geübt mit Musik und Text, die wir beide selber geschrieben haben. Alles in allem war das wieder mal ein sehr gelungenes Probewochenende.

Bis bald, Euer
Marvin Polomski

Nummer 4

Wie stellt man ein Staubkorn mit Besen dar?

So, seit meinem letzten Artikel sind einige Probentage vorbeigegangen und es gibt viele Neuigkeiten vom »Sommernachtstraum«. Die Proben verliefen eigentlich immer gleich: Es gab ein Warm-up, und danach suchten wir mit Lena immer wieder neues Material für das Stück. Das heißt, wir suchen Bewegungen, die Stimmungen darstellen, und diese verändern wir dann immer wieder und schaffen dadurch Neues. Wir haben vom Staubkorn mit Besen bis zum Wilden Hühnerhaufen alles dargestellt und skizzieren damit wunderbare Bilder, die Regisseurin Lena immer wieder ein unbeschreibliches Gefühl vermitteln - und uns natürlich auch.
Eins ist mir mittlerweile klar geworden:
Es wird kein klassisches Theaterstück, denn niemand von uns Schauspielern wird über die Bühne laufen, einen Text sagen und dann wieder gehen. Nein, es wird viel mehr eine Performance. Das bedeutet, dass wir das Motto »Sommernachtstraum« darstellen werden, nicht das klassische Stück. Wir werden mit und in Bildern und der Musik eine Geschichte schaffen, die die Leute mehr berühren wird als jedes Theaterstück.
Das setzt natürlich voraus, dass wir Schauspieler und vor allem das Publikum sich auf viel neues und ungewöhnliches Material einstellen werden müssen. Aber ich kann nur jedem raten, es sich anzuschauen, denn so was wurde in einer kleinen Stadt wie Hornberg noch nie dargestellt. Diese Aufführung  verspricht einhundertprozentigen Gänsehautfaktor.

 

Nummer 3

Gefühlvollere Bewegungen als in jedem Liebesfilm

So, nun haben wir die zweite Probe für den »Sommernachtstraum« hinter
uns. Wieder war es für alle sehr anstrengend, denn wir starteten erneut mit dem »Warm-up«, das uns dabei helfen soll, freier zu werden. Blaue Flecken und Muskelkater waren die Folge, doch es lohnt sich, denn danach kann man sich einfach zu 100 Prozent auf das Schauspielen konzentrieren. Mit der Materialsuche ging es weiter, das heißt, wir mussten Bewegungen machen,
diese ausarbeiten und mit Gefühlen unterlegen.Es kamen wirklich sehr
tolle und aufregende Sachen dabei raus. Was mich immer wieder fasziniert, ist, dass man mit so wenig so viel erreichen kann. Später machten wir noch einige
Improvisationsübungen, bei denen wir die Bewegungen einsetzen mussten. Diese Übung war wirklich die beste, denn es war gefühlvoller als jeder Liebesfilm und spannender als jeder Krimi.
Neues an dem Wochenende gab es auch, denn wir haben mit Sprechübungen angefangen und gelernt, unsere Stimme einzusetzen. Es gab vom wütenden
Schrei bis zum verrückten Huhn alles. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.
Alles in allem ist letztes Mal etwas sehr Tolles passiert, denn wir fühlen uns nun
als Gruppe! Ich glaube, der »Hornberger Sommernachtstraum« mit unserer
Truppe wird sehr spannend, gefühlvoll und lustig.