Abendstück
Pension Schöller

Claus Martin

" Der Wahnsinn ist weiblich"
Unsere Zuschauer werden humorvoll mit der Frage konfrontiert, wie verrückt der Einzelne ist.
Mehr als 120 Jahre nach seiner Uraufführung verspricht diese Komödie mit ihren verschrobenen, aber liebenswerten Figuren Theaterspaß voller Slapstick, der virtuos umkreist, was „normal“ und was „verrückt“ sein soll.

Hildegard Klapproth bewohnt mit ihrer Schwester Ulrike ein kleines Haus am Stadtrand. Als sie eines Tages ihre Nichte Jenny besucht, der ein Café in der Stadt gehört, begegnet sie ihrem Cousin Alfred. Dieser ist nicht nur Chefarzt in einer psychiatrischen Klinik, sondern auch Vorsitzender des Tierschutzvereins – gemeinsam mit Frau Schöller, der Inhaberin der Pension Schöller. Durch ein Missverständnis kommt Hildegard zu der Überzeugung, die Pension Schöller sei eine Nervenheilanstalt. Als Hildegard die Pension Schöller besucht, hält sie daher die harmlosen Pensionsgäste für gefährliche Irre. Die Situation gerät vollends außer Kontrolle, als die vermeintlichen Irren sie wenig später zu hause aufsuchen. Sehr schnell ist sich Hildegard nicht mehr sicher, wer hier eigentlich verrückt ist...

Claus Martin hat die bekannte Komödie von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs komplett neu für ein überwiegend weibliches Ensemble bearbeitet. Während im Originalstück von 1890 alle komischen Rollen von Männern gespielt werden, können in dieser Version endlich einmal die Frauen ihr komisches Potenzial zeigen.

Regie: Claus Martin


Spielzeit ca 2.30h inkl. Pause

++++ Ticketshop öffnet am 15.03.2022 ++++

Künstlerische Leitung
Claus Martin

Claus Martin studierte 1990-95 Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Prof. Götz Friedrich. Als Abschlussarbeit inszenierte er seine Kammeroper „Yvonne“, die Diplomprüfung bestand er in allen Teilen mit Auszeichnung.
Nach einigen Jahren als Regieassistent an großen Opernhäusern gelang ihm 1997 der Schritt in die Selbständigkeit als Regisseur u.a. am Theater der Stadt Zwickau, in Hamburg und Dresden.
1999/2000 war er künstlerischer Leiter des Hanauer Musical-Theaters „JoCult“. Von 2001 bis 2004 war er künstlerischer Leiter der Oper an der Leine (Hannover) und inszenierte dort zahlreiche Werke des zeitgenössischen Musiktheaters, darunter die deutsch-sprachige Erstaufführung „Mr. Emmet takes a walk“ von Peter Maxwell Davies. Als Gastregisseur inszenierte er u.a. an der Den Anden Opera (Kopenhagen) die Uraufführung von Lars Graugaards Oper „La Quintrala“ und beim Festival Retz (Niederösterreich). Von 2005 bis 2010 war er der künstlerische Leiter der „zeitgenössischen Oper Rhein-Main“.
Neben seiner Theaterarbeit wirkte er bei etlichen Filmen als Schauspieler mit und führte Regie bei zahlreichen eigenen Kurzfilmen. Für seinen Kurzfilm „Erledigt“ erhielt er mehrere internationale Auszeichnungen sowie Einladungen zu zahlreichen Festivals, u.a. in Indien, Kanada, den USA, England, Frankreich und Italien.
Außerdem arbeitet Claus Martin als Autor für die Bühne und das Fernsehen (u.a. für die „heute show“ oder die Kindersendung Woozle Goozle) sowie als Komponist von Musicals.

Besetzung

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