Das Hornberger Schießen des Monats

Zitatensammlung zum weltbekannten Ausspruch "Es geht aus wie das Hornberger Schießen"

Haben Sie diesen Ausspruch auch schon einmal verwendet?

Dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Lassen Sie sich überraschen, welche bekannten Persönlichkeiten sich ebenfalls schon dieses geflügelten Wortes bedient haben und wie präsent das Hornberger Schießen in den Medien ist, wenn es darum geht, Entwicklungen und Ereignisse aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu kommentieren.

Und Sie können sich beteiligen! Helfen Sie uns, diese einzigartige Sammlung von Zitaten zum Hornberger Schießen auszubauen!

Sollten Sie den berühmten Ausspruch irgendwo lesen oder hören, lassen Sie es uns wissen. Bitte senden Sie Ihre Fundstelle mit den relevanten Informationen (Beispiele finden Sie auf dieser Seite in Hülle und Fülle) an infowhatever@freilichtbuehne-hornberg.de. (Bewusst aussparen möchten wir jedoch Zitate in Internet-Foren und ähnliche Meinungsäußerungen, z.B. in Form von Leserbriefen, da uns die schiere Menge sicherlich überfordern würde). Ganz besonders dankbar wären wir hingegen für weitere Fundstellen aus dem Bereich „Literatur“ und aus fremdsprachlichen Medien.

Nach Prüfung Ihres Fundes werden wir ihn gerne auf dieser Seite veröffentlichen.

Der Historische Verein Hornberg bedankt sich für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung und wünscht viel Spaß beim Stöbern in unserer Zitatesammlung und bei der Suche nach neuen Beiträgen!

Das Hornberger Schießen des Monats November 2020

Carola Fuchs ist Journalistin – und sie mag die geflügelte Redewendung vom Hornberger Schießen. Im Oktober gab es einen Prozess gegen Antifa-Mitglieder, die eine AfD-Versammlung mit Konfettikanonen beschossen hatten. Dazu schreibt Frau Fuchs in der Stuttgarter Zeitung „Doch der Prozess geht so aus wie das Hornberger Schießen.“ und im Schwarzwälder Boten „Auch das juristische Nachgefecht ging nun aus wie das Hornberger Schießen.“


Das Hornberger Schießen des Monats Oktober 2020

Im Podcast „Baywatch Berlin“ geben Entertainer Klaas Heufer-Umlauf und seine Mitstreiter Thomas Schmitt und Jakob Lundt in der Folge „Trash-TV im goldenen Handschuh“ vom 11. September 2020 eine etwas eigenwillige Interpretation der Redewendung vom Hornberger Schießen zum Besten: „Ich hab ‘ne gute Formulierung für solche Situationen, in denen man nicht genau weiß, wie ist so ein Vorgang ausgegangen. Weil dann ging es aus wie das Hornberger Schießen“. Na ja, knapp vorbei. Auf jeden Fall vielen Dank an Luca Weißer fürs Aufspüren!


Das Hornberger Schießen des Monats September 2020

Dass das Wissen um das „Hornberger Schießen“ zu einer guten Allgemeinbildung gehört und bares Geld wert ist, hat unser Chefkanonier Roland Roth Ende August in der Fernsehsendung „Gefragt – Gejagt“ bestätigt gefunden. Auf die Frage: „Was war nach einer Legende ausgegangen, als der Herzog von Württemberg in Hornberg eintraf?“ gab es drei Antwortmöglichkeiten: A: Geld, B: Bier, C: Pulver. Während Moderator Alexander Bommes bei der Auflösung gleich wusste, dass es um das " Hornberger Schießen“ geht, offenbarte die Kandidatin eine eklatante Wissenslücke und entschied sich für Antwort B.


Das Hornberger Schießen des Monats August 2020

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt unter der Überschrift „Söders Wackelkandidat“ über Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:
„Oft gehen Untersuchungsausschüsse aus wie das Hornberger Schießen“.


Das Hornberger Schießen des Monats Juli 2020

Theo Geers kommentiert im Deutschlandfunk die Diskussionen um mögliche Ausreiseverbote aus Corona-Regionen am 16. Juli wie folgt: „Ausgegangen ist das Ganze nun wie das Hornberger Schießen: Unter mordsmäßigem Getöse ist im Grunde nichts passiert, geschweige denn Neues beschlossen worden.“Weitere Zitate finden sich unter www.freilichtbuehne-hornberg.de.


Das Hornberger Schießen des Monats Juni 2020

Mal wieder ein Prominenter, der die berühmte Redewendung im Munde führt: Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck. In einem Interview zum Thema Covid-19, das unter anderem im Bonner General-Anzeiger abgedruckt wurde, bewertet er die unterschiedlichen Landesverordnungen so: „Im Moment geht es unter den Ländern zu wie beim Hornberger Schießen, auch darum, wer der schönste Schützenkönig ist…“.


Das Hornberger Schießen des Monats Mai 2020

Kurz vor der virusbedingten Zwangspause, die auch den Fußball lahmgelegt hat, gab es noch ein Hornberger Schießen mit echtem Hornbergbezug, das Horst Laumann ins Auge gesprungen ist: Unter der Überschrift „Hornberger Schießen verblüfft“ schreibt das Offenburger Tageblatt: „Währenddessen veranstaltete der VfR auf seine Art ein Hornberger Schießen bei Aufsteiger

SG Dörlinbach/Schweighausen, das mit einem eindrucksvollen 6:2 endete.“


Das Hornberger Schießen des Monats Februar 2020

Was es mit dem Hornberger Schießen auf sich hat, gehört einfach zu einer fundierten Allgemeinbildung. In dieser Hinsicht sattelfest war Hermann Billharz, als ihm auf der App „Quiz-Fuchs“ folgende Frage entgegenploppte: „Was geht aus wie das Hornberger Schießen?“ A – Eine Scheidung mit hohen Unterhaltsforderungen, B – Ein Fußballspiel, das 0:0 endet, C – Eine erfolgreiche Jagd, D – Ein groß angekündigtes Ereignis ohne Ergebnis. Zusätzlich zu den (für ihn) leicht erzielten Quizpunkten bedanken wir uns herzlich für diesen Fund mit der Auszeichnung als „Hornberger Schießen des Monats“. Wer ebenfalls auf ein exponiertes „Hornberger Schießen“ stößt, kann uns dieses über info@freilichtbuehne-hornberg.de zukommen lassen.


Das Hornberger Schießen des Monats Januar 2020

Was es nicht alles gibt: Ein Fliesenleger hat einem Fan des Hamburger Sportvereins in Timmendorfer Strand das Vereinswappen in Form einer blauen Raute auf die Terrasse gepflastert und ein Foto davon auf seine Homepage gestellt. Der HSV hat den Fliesenleger daraufhin wegen Verletzung des Markenrechts verklagt. Das Ende vom Lied? Der Fliesenleger zahlt symbolische 100 Euro an einen gemeinnützigen Zweck und kommentiert den Vorgang gegenüber der Ostsee-Zeitung mit den Worten: „Das war wie das Hornberger Schießen – viel Theater um nichts.“


Das Hornberger Schießen des Monats Dezember 2019

Auch die jüngsten Entwicklungen in der Bundespolitik gehen nicht kommentarlos am Hornberger Schießen vorbei. So titelt beispielsweise die Westdeutsche Zeitung: „SPD-Parteitag - Wie beim Hornberger Schießen“. Und auch das Main-Echo überschreibt seinen Bericht mit „Ein Ende wie beim Hornberger Schießen“.


Das Hornberger Schießen des Monats November 2019

Wenn sich in einem literarischen Werk der Ausspruch vom Hornberger Schießen findet, ist das immer ein besonderes Highlight. Sandra Wöhrle ist in Jussi Adler-Olsens neuestem Thriller "Opfer 2117" fündig geworden. Dort schreibt der Bestsellerautor bzw. sein Übersetzer Hannes Thiess: „Und wenn das ausgeht wie das Hornberger Schießen, na dann können wir wohl davon ausgehen, dass er ziemlich sicher nicht in der Gegend wohnt.“


Das Hornberger Schießen des Monats Oktober 2019

So klein Luxemburg auch sein mag, gibt es dort dennoch Landwirtschaft. Und auch dort schlägt man sich mit der Bedrohung durch die Schweinepest herum.
So schreibt das  Lëtzebuerger Journal in einem Interview mit dem Präsidenten der dortigen Landwirtschaftskammer:
„Nach der Einrichtung eines Zauns - und einer Abschussaktion, die man eher als Hornberger Schießen bezeichnen könnte - schienen die Gemüter beruhigt.“
Weitere Zitate finden sich unter
www.freilichtbuehne-hornberg.de, wo auch alle Informationen zu den Vorstellungen von „TussiPark“ zu finden sind.


Das Hornberger Schießen des Monats September 2019

Das wurde aber auch Zeit: Endlich hat es das Hornberger Schießen auch in die Fußballinstitution „kicker“ geschafft. Horst Laumann hat es dort in einem Artikel über einen angeblichen, nie aufgeklärten Fall von Spielmanipulation rund um den Torwart Gregor Quasten im Sommer 1987 entdeckt. Da heißt es: „Alles beginnt am 13 Juni 1987 in Homburg, kocht im Juli so richtig hoch und endet – wie das Hornberger Schießen: ergebnislos.“ Und am Ende des Artikels: „Das Hornberger Schießen, das in Homburg begann, ist beendet.“

 


Das Hornberger Schießen des Monats Juli 2019

Eine hübsche kleine Geschichte, geschmückt mit dem Hornberger Schießen, brachte der Donaukurier, der in die eigene Historie blickt und Berichte aus Eichstätt aus früherer Zeit ausgegraben hat: „Zu einem Bäckerstreit war es 1824 in der Stadt gekommen. Die Weißbäcker hatten gegen die Schwarzbäcker Pfaller und Betz geklagt, weil beide verbotenerweise Weißgebäck buken. Vor der Königlich-Baierischen Herzoglich-Leuchtenbergischen Regierungs- und Justizkanzlei ging die Sache wie das Hornberger Schießen aus: In Bayern war mittlerweile der Unterschied zwischen Weißgebäck (Semmeln, Kuchen) und Schwarzgebäck (Brot) aufgehoben worden.“

 


Das Hornberger Schießen des Monats Juni 2019

Es ist schon erstaunlich, wer so alles vom Hornberger Schießen weiß.

Der Deutschlandfunk führte ein Interview zu den Ergebnissen des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller, ob Donald Trump denn nun geheime Kontakte zu Russland pflegte und die Justiz behindert hat.
Gast war der Ex-Republikaner und ehemalige Pressesprecher von John McCain, Stefan Prystawik. Dieser äußerte sich wie folgt: „Er hat ganz deutlich im Grunde überhaupt nichts gewonnen, es ist ausgegangen wie das Hornberger Schießen für ihn.“ Weitere Zitate rund um das Hornberger Schießen finden Sie auf
www.freilichtbuehne-hornberg.de.


Das Hornberger Schießen des Monats Mai 2019

Die Assoziation von "Brexit" und "Hornberger Schießen" liegt nahe.

Daher meinte der Fernsehsender n-tv jüngst auch: "Der verbissene Kampf der britischen Regierung lässt Anleger ratlos zurück: Endet das Theater wie das "Hornberger Schießen" oder kommt der Chaos-Brexit?"


Das Hornberger Schießen des Monats April 2019

Das Hornberger Schießen hat es jetzt auch in die auflagenstärkste deutsche Tageszeitung geschafft – genau, in die BILD. Dazu bedurfte es aber eines Zitats des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer. Er beschreibt den Umgang mit Sprayern in Tübingen wie folgt: „Jedes Graffiti wird von uns fotografiert und kommt in eine Datei. So versuchen wir, die Täter finanziell haftbar zu machen. Wenn ein Schmierer ermittelt wird, geht es aber wegen der hohen Hürden für ein Strafverfahren oftmals aus wie das Hornberger Schießen.“ Danke an Ralf Fuhlert für diesen Fund.


Das Hornberger Schießen des Monats März 2019

Das ist mit Abstand der am meisten wahrgenommene Bezug zum Hornberger Schießen in den vergangenen Jahren. Kein Wunder, da er ja auch im Rahmen der wichtigsten Nebensache der Welt und dazu noch in der Pressekonferenz nach dem Champions League Achtelfinalhinspiel zwischen dem FC Liverpool und dem FC Bayern München ausgesprochen wurde. Viele haben es in einem der zahlreichen Zeitungszitate oder direkt im Fernsehen gesehen, dass Jürgen Klopp sagte: "In Germany we say: It was a little bit like das Hornberger Schießen – the one-to-one translation is „the Hornberger Shooting“: A big ballyhoo before the game – and not really a lot of things happening in the game.", also: „In Deutschland sagen wir: Es war ein wenig wie das Hornberger Schießen – die wörtliche Übersetzung lautet „the Hornberger Shooting“: großes Tamtam vor dem Spiel – und im Spiel passiert nicht wirklich viel.“ Da er das auf Englisch kommentiert hat, ist das Hornberger Shooting auch breit in der englischsprachigen Presse weltweit vertreten. Dass nun ausgerechnet der Trainer des FC Liverpool das Hornberger Schießen zitiert, ist nicht weiter verwunderlich. Schließlich ist er in Glatten bei Freudenstadt aufgewachsen.


Das Hornberger Schießen des Monats Januar 2019

Zum Jahresanfang gibt es eine echte Besonderheit, ein über 150 Jahre altes Stück Lyrik, das in einen sehr bedeutsamen historischen Kontext eingebettet ist. Verfasst hat es der Frankfurter Satiriker und Mundartdichter Friedrich Stoltze (1816-1891), der auch heute noch vielen Einwohnern der Mainmetropole ein Begriff ist. Er war einer der Wegbereiter der 1848er Revolution in Frankfurt, die die nationale Einigung Deutschlands und ein demokratisches und republikanisches Staatswesen zum Ziel hatte. Diese Bewegung mündete in der berühmten ersten Plenarsitzung der Deutschen Nationalversammlung am 18. Mai 1848 in der Frankfurter Paulskirche. Am 20. Dezember 1848 legte dieses Gremium ein historisch bedeutendes Dokument vor: das „Reichsgesetz betreffend die Grundrechte des Deutschen Volkes“. Zu seinen elementaren Eckpfeilern gehörten die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz sowie die Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Sie gingen als wesentlicher Teil in die Reichsverfassung ein, die am 28. März 1849 von der Nationalversammlung verabschiedet wurde und haben 100 Jahre später das noch heute gültige Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland entscheidend geprägt. Die revolutionäre Bewegung konnte sich letztlich nicht gegen den Widerstand von Preußen und Österreich durchsetzen, was Stoltze ziemlich deprimiert. 1861 schreibt er das Gedicht "Schwärmerei", in dem es heißt:

"Wie's Hornberger Schießen, so spurlos und arm,

So ging's mit der Freiheit, daß Gott sich erbarm!"